Die beiden größten Fehler meiner Kunden

Der folgende Teil richtet sich nicht nur an Unternehmer, die hauptsächlich Internetmarketing betreiben, sondern es geht um erfolgreiches Marketing im Allgemeinen. Ich möchte Ihnen aufzeigen, wo „der Hund“ vielleicht auch in Ihrem Geschäft begraben ist und wie Sie etwaige Hürden beseitigen können.

Fehler 1 ist ein „Denkfehler“, welchen ich besonders in meinen Private Coachings des Öfteren live miterlebe. „Meine Kunden sind anders als Ihre Herr Dirks. Da funktionieren solche Werbekampagnen nicht.“. Oder: „Wenn wir die Interessenten nun tatsächlich mehrfach anmailen, werden sie mich verlassen und nie wieder etwas kaufen.“.

ERGO: Meine Kunden sind anders!

An dieser Stelle kann ich Ihnen versichern, dass Ihr Business, was das anzuwendende Marketing angeht, garantiert nicht „anders“ ist. Genau genommen gibt es nicht mal einen Unterschied im B2B- oder B2C-Bereich. Denn unsere Kunden sind garantiert immer nur eines: Menschen!

Und Menschen ticken alle gleich. Jeder kommt morgens mit strubbeligen Haaren aus dem Bett und geht ins Bad. Wir alle geben nur Geld aus, wenn wir Schmerz vermeiden oder Glück verstärken wollen. Das ist es! Es gibt also keinen Grund der Welt für Sie anzunehmen, dass die von mir und anderen „Marketern“ vermittelten  Methoden gerade bei Ihren Kunden nicht funktionieren sollten.

Schließen Sie niemals von sich auf andere! SIE sind nicht Ihr Kunde. Und SIE dürfen nicht davon ausgehen, dass alle Ihre Kunden denken wie Sie oder gar das gleiche Wertempfinden haben!

Betrachten Sie also in Zukunft vorgestellte Marketing-Strategien nicht mit der „Das-geht-aber-bei-meinen Kunden-sicher-nicht-Brille“ sondern nutzen auch erfolgreiche Direktmarketing-Strategien.

Fehler 2 besteht darin, dass man als Produktentwickler oder Ideengeber schnell denkt: „ALLE brauchen mein Produkt!“. Und weil man versucht ALLE anzusprechen, erreicht man die richtigen Personen nicht wirklich genau mit seiner Message. Hinzu kommt ein weiterer Nachteil:

—> Seine Message an alle zu richten erschwert das Erstellen von Werbetexten!

Ich persönlich kann am besten texten, wenn ich mir genau EINE Person vorstelle, an die ich meine Botschaft richte (Thema Kunden Avatar!). Wie alt? Sozialer Status? Wünsche? Erfahrungen? Hobbys?

Was ich damit sagen will, ist, dass Sie Zeit investieren sollten, um wirklich genau über Ihre Zielgruppe nachzudenken und eine umfangreiche Recherche zu betreiben. Wollen Sie klein anfangen und zumindest erst einmal erfahren, wie alt Ihre potentiellen Kunden sind, ob eher männlich oder weiblich und aus welcher Region sie kommen, dann empfehle ich Ihnen an dieser Stelle 2 Tools. Beide werden Sie kennen, aber vielleicht noch nicht dafür einsetzen.

1. YouTube

Unter jedem Video finden Sie ein kleines Icon für die Statistiken.

 

 

 

 

 

 

(Grüße an Karsten!)

Hier bekommen Sie wirklich wertvolle demographische Informationen über die Zuschauer eines Videos. Aus dem Inhalt des Videos können Sie ableiten, ob die Zuschauer auch Interesse an Ihrem Produkt haben könnten. Schauen Sie sich also die YouTube-Videos Ihrer starken Mitbewerber an und erkennen die Eigenschaften der Kunden.

2. Alexa.com

Viele Webseitenbetreiber nutzen Alexa um festzustellen, wie viel Traffic auf einer Webseite vorhanden ist. Doch dieses Tool bietet noch eine Menge weiterer Informationen, die besonders für uns Unternehmer höchst interessant sind und uns dabei helfen, unsere Kunden besser kennenzulernen. Geben Sie in Alexa einfach die zu untersuchende URL ein (z.B. auch hier wieder die Domains des stärksten Mitbewerbers).

Auch hier finden Sie einen kleinen und sehr wichtigen Reiter namens „Audience“:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ich liebe Alexa.com und benutze dieses Online-Tool mehrfach pro Woche.

Eine dritte Quelle für demographische Daten sind die sogenannten „Mediadaten“ einer Webseite oder eines Magazins. Überall dort, wo Anzeigen verkauft werden, gibt der Anbieter dem potentiellen Kunden genaue Informationen über die Zielgruppe preis. Das Gute: diese Daten gibt es kostenlos und sind für jeden verfügbar.

Besuchen Sie große Webseiten, die Ihre Zielgruppe ansprechen und suchen in der Navigation (meist ganz klein und weit unten) nach „Mediadaten“. Hier ein Beispiel von W&V (Werben & Verkaufen).

FAZIT: Mein Ratschlag ist der, dass Sie alle Gedanken zum Thema „meine Kunden sind anders“ sofort beenden und keine Angst davor haben richtiges Marketing zu betreiben. Ihr Marketing bekommt zudem eine neue Qualität, wenn Sie Ihre potentiellen Kunden genau kennen und zu ihnen als Person sprechen, und nicht als Teil einer Masse!

Wie denken Sie darüber? Sind Ihre Kunden vielleicht WIRKLICH anders :)?
Bitte teilen Sie Ihre Meinung und hinterlassen einen Kommentar!

 

23 Kommentare

  1. Hallo Daniel,

    wie immer ein sehr informativer und lehrreicher Artikel.
    Ich werde die eine oder andere Anregung gleich versuchen umzusetzen.
    Die meisten Tools kennt man ja, aber in der Art und Weise habe ich diese noch nie angewendet.
    Danke für den Denkanstoß.

    Beste Grüße Henry Landmann

  2. Hi Daniel,

    da gebe ich dir Recht.

    In meinem Videomarketingblog hatte ich eine Umfrage gestartet und war von den Ergebnissen ganz schön überrascht 🙂 Solche Umfragen bringen viel Klarheit.

    Grüße
    Fabian

  3. Genau diese beiden Punkte sind doch immer wieder die Haupthürden, die es zu überwinden gilt, wenn es um Kundenprojekte geht. Wenn man’s dann mal geschafft hat, dass einem Marketingleiter oder gar Chef selbst einen Projektstart abnicken, dann kommt meist im Laufe der Erstellung doch irgendwann wieder eines dieser Themen auf – was dann wieder zu Korrekturen führt und zielgerichtetes Marketing auf der Schlussgeraden schnell wieder vor die Wand rennen lässt.

    Da leisten sich Unternehmer erfahrene und gelernte, talentierte Fachleute – wie die Kunden selbst sagen „zu hohen Preisen“ – und biegen dann die erstellten Konzepte immer am Ende noch (auf oft Anfängerniveau) um. Aber Schuld ist dann immer wieder die Agentur!

    Wer aber kauft sich einen teuren Hund zur Bewachung des Hofs und fängt dann in der Nacht selbst an zu bellen?

    Es scheint, dass die von Dir Daniel aufgeführten Sätze tatsächlich an den Hochschulen für Marketing gelehrt und förmlich ins Hirn eingebrannt werden. Da täte es gut, einmal mehr auf die Praxis zu schauen!

    Ich kann Dir zwar auch nicht immer in allem und jedem Punkt Deiner verschiedenen Präsentationen zu 100% Recht geben, aber natürlich haben wir unterschiedliche Erfahrungen in unserem Leben gemacht und kommen somit auch zu differenzierten Einschätzungen. Immer jedoch schaffst Du es, mir Anreize zum Überlegen zu geben … ich finde, dass ist schon mal was … vielleicht sogar eine ganze Menge!

    Dafür Dank!

    der Mike

  4. Hallo Daniel,

    absolut richtig. Alle Menschen sind in dieser Hinsicht gleicht gepolt. Was nicht heißt das sie keine unterschiedlichen Denkansätze haben.
    Man muss gezielt suchen oder man bietet halt Produkte di jeden angehen.

    VG

    Mike

  5. Sehr guter Artikel. Man muss seine Zielgruppe schon recht gut kennen um etwas verkaufen zu können. Der Mensch will als Individdum wahrgenommen werden und nicht als Massengesellschaft. Ich staune auch bei mir selbst immer wieder welche Artikel gekauft werden. Aber der Köder soll dem Fisch schmecken und nicht dem Angler.

  6. Hallo Daniel,

    genau so ist es. Man sollte sich wirklich einen Kunden vorstellen und dann fällt einem das Texten auch leichter. Das Einsetzen der beiden Tools habe ich so auch noch nicht gekannt.

    Grüße Gerhard

  7. Hallo Daniel,

    gute Tipps. Vielen Dank.
    Stimmt, dass wir uns unnötig Gedanken über unser missglücktes Marketing machen und ungeduldig sind.

    Wir müssen locker werden und einfach nur gute Strategien 1:1 Schritt für Schritt umsetzen und die Ergebnisse werden kommen. Ich bin mir sicher. 🙂

    Danke. Wünsche Dir weiterhin viel Erfolg!

    Viele herzliche Grüsse,
    Alex

    • Alexa betreibt eine eigene Toolbar und bekommt daher die Besucherzahlen.
      Wie? Datensammlung… (Alexa gehört übrigens mittlerweile zu Amazon!). Und ich bin mir sicher, dass es schon legal ist. Es steht ja nicht der Name des User drin oder so.

      Grüße

  8. Hallo Daniel Dirks,

    dieser Artikel ist sehr hilfreich für mich! I
    mmer wieder muß ich mit Kunden über dieses Thema diskutieren.
    Nun kann ich ihn als kleine neutrale Bestätigung präsentieren……..

    Beste Grüße
    Josef-A. Mattern

  9. Hallo Daniel,

    Danke für diesen Artikel. Er bestätigt meine Erfahrungen, vom Grundsatz reagieren alle Menschen gleich, wenn man von den bekannten 5 verschiedenen Typen absieht.
    Ich mag die Klarheit in Deinen Aussagen. Kein Verkäufer Geschwätz , sondern Tatsachen. Ich wünsche Dir weiterhin viel Erfolg.

    Mit herzlichen Grüssen

    Ernst

  10. Fehler 2 finde ich besonders problematisch… Ich ertappe mich auch manchmal bei dem Gedanken. Man muss einfach anders rechnen. Verkaufe ich ein Produkt für 100 Euro, reichen mir 30 Menschen von sieben Milliarden im Monat um gut zu leben.

  11. Hi Daniel,

    lieber spät als nie. Ich habe deinen Artikel zwar erst heute gelesen, aber dafür genau im richtigen Moment. Ich habe mir diese Woche auch mehrfach Gedanken zu meinen Kunden und Interessenten gemacht und festgestellt, dass ich meinen Kreis noch ein wenig enger ziehen muss.

    Die Auswertung über Alexa kannte ich schon, aber die beiden anderen Tipps werde ich mir genauer ansehen. Ich denke über seine Kunden kann man nie genug wissen und der Rest muss „menschlich“ entschieden werden.

    Danke und Gruß Sven

  12. Fehler 1 wie auch 2 finden wirklich sehr häufig ihren Platz. Gerade bei Einsteiger oder Marketern, die noch nicht so lange in der Branche sind, passieren diese Fehler öfters. Steigt mit den jahren die Erfahrung, passierne solche Fehler freilich immer seltener – Es ist eben noch kein Meister vom Himmel gefallen…

  13. Hallo Daniel,

    danke für den Artikel. Das 2.te Problem läßt sich außerdem mit Umfragen elegant lösen. Wenn meine Besucher / Kunden von den Produkten überzeugt sind, kann man sie zum ausfüllen einer Umfrage motivieren. Gute Erfahrungen habe ich mit Umfragen welche nicht mehr als 6-8 Fragen umfassen.

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